Chronik Teil 3: Meister und Jugendmeister (1986 bis 1989)

Deutsche Seniorenmeisterschaft 1986
Am 17. Mai 1986 war es dann endlich soweit. Die Mitglieder traten die Fahrt zur Deutschen Seniorenmeisterschaft mit gemischten Gefühlen an. Übernachtet wurde wieder in einer Jugendherberge — diesmal in Heidelberg. Die Probenarbeit hatte sich auch diesmal wieder gelohnt, sodass wir mit dem Titel eines Deutschen Meisters im Gepäck die Heimreise nach Buldern antreten konnten. Wie fast immer begleitete der Spielmannszug Buldern die erfolgreichen Heimkehrer musikalisch vom Ortseingang bis zum Spieker.

Lustige Musikanten
Ein weiterer Höhepunkt 1986 war sicher der Auftritt in der Halle Münsterland anlässlich der Veranstaltung „Lustige Musikanten“. Zu den Teilnehmern gehörten u.a. Maria und Margot Hellwig, Heino, Tony Marshall und — nicht zu Letzt — der Fanfarenzug Buldern.

Erfolge mit Nippermarsch, Heldenfanfare und James Ideas
Im Jahr 1987 stand eine Deutsche Jugendmeisterschaft an. Die Musikstücke, die in wochenlanger Kleinarbeit einstudiert wurden, hießen: „Nippermarsch“, „Heldenfanfare“ und erstmals „James Ideas“. Austragungsort war Kamp-Lintfort. Der Jugendmeistertitel konnte erfolgreich verteidigt werden. Im Herbst 1987 — nach Absolvierung zahlreicher Auftritte — kam eine neue Herausforderung auf uns zu. Die Landesmeisterschaft der Senioren in Pohlhausen. Trotz starker Konkurrenz setzte sich der Fanfarenzug Buldern erneut durch und erlangte die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 1988, die in Dülmen stattfand.

Laienorchesterwettbewerb in Berlin
Aber damit nicht genug. Im November konnten wir beim Laienorchesterwettbewerb in Krefeld die erste Leistungsstufe erreichen und durften deshalb am Deutschen Laienorchesterwettbewerb 1988 in Berlin teilnehmen. Ein hervorragender 2. Rang und ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer entlohnten alle für die Vorbereitung.

Deutscher Meister mit James Ideas und Burgmusik-Suite
Auf diesem musikalischen Niveau behauptete sich der Fanfarenzug 1988, indem wieder die diesmal in Dülmen ausgerichtete Deutsche Seniorenmeisterschaft errangen. Die Stücke „James Ideas“ und „Burgmusik-Suite“ führten uns in diesem Jahr zum Erfolg. Zum Leidwesen der Spielleute wurde auf Grund der geringen Entfernung keine Übernachtung in einer Jugendherberge benötigt.

Ära Bernhard Leiermann bis 1989
Im Vorstand vollzog sich 1989 ein Wechsel. Aus gesundheitlichen Gründen musste Bernhard Leiermann leider das Amt des 1. Vorsitzenden abgeben. Eine Ära ging zu Ende. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem höchsten Amt des Fanfarenzuges Buldern stand er uns noch mit Rat und Tat zur Seite. Bei der Mitgliederversammlung wurde Bernhard gebührend verabschiedet und von der Versammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Anschließend wählte die Versammlung Richard Wewering zum neuen 1. Vorsitzenden.

1100 Jahre Buldern
Im gleichen Jahr konnte Buldern auf 1100 Jahre Ortsgeschichte zurückblicken. Eine Festwoche wurde veranstaltet, wie Buldern sie noch nicht erlebt hatte. Selbstverständlich beteiligte sich der Fanfarenzug daran. Wochen vorher bauten die Mitglieder an einem eigenen Festwagen auf Kortmanns Hof im Hangenau. Einige Kostüme beschafften wir von einem Kostümverleih, damit auch das Outfit für den großen Umzug stimmte. Wer in dieser Festwoche zu Hause hockte, war entweder krank, alt und gebrechlich — oder ihm war nicht zu helfen.

Chronik Übersicht

Chronik Teil 1: So fing alles an (1978 bis 1982)
Chronik Teil 2: Der Verein etabliert sich (1983 bis 1985)
Chronik Teil 3: Meister und Jugendmeister (1986 bis 1989)
Chronik Teil 4: Neue Konkurrenz um die Meistertitel (1990 bis 1994)
Chronik Teil 5: Kaiser, Könige und der Papst (1995 bis 1998)
Chronik Teil 6: Im Spiel mit britischen Militärmusikanten (1999 bis 2002)
Chronik Teil 7: Von Franzosen und lobenden Profimusikern (2003 bis 2005)

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